
Aktuelle Route
Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende
Tourdarstellung: MapOut
01.04.2025
Mal wieder ein Tag, wo das Wetter besser war, als die Vorhersage. Es sollte heute immer mal wieder leicht Regnen. Hat es aber nicht.-)
Wir sind dann heute zu einem Wandergebiet gefahren und zum Wasserfall "Rocha de Agua d'Alto" gewandert. Die Wanderung führte uns durch eine Plantage von Korkeichen, entlang des Weges standen Eukalyptus und die Lack-Zistrose mit ihren wunderschönen Blüten.
Die Korkeiche ist immergrün, erträgt Dürre, wird 10-20 Meter hoch. Die erste Ernte erfolgt nach 12-15 Jahren, den besten Kork erhält man bei der 2.-4. Ernte, wobei alle neun bis zwölf Jahre geerntet werden kann.
Die Lack-Zistrose wird bis 2,50 Meter groß, die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 8 cm, die weißen Blütenblätter sind leicht knittrig, an der Basis ist ein violetter Fleck zu sehen und in der Mitte die gelben Staubblätter. Im ganzen Wald leuchteten die vielen weißen Blüten.
Es ging auf unserer Wanderung so manches Mal steil bergab und bergauf, dann hörten wir den Wasserfall plätschern. Das Wasser fällt etwa 17 Meter in die Tiefe, wobei wir den unteren Teil nicht sehen konnten. Der Wanderweg sollte dann direkt an den steilen Felsen des Falles hinuntergehen, aber das erschien uns doch für uns zu kraxelig. Also gingen wir auf demselben Weg zurück, am Ende waren wir 8 km durch die schöne Landschaft gewandert.
Ein paar Kilometer Fahrt war es nur noch bis zum Campingplatz im Ort Porto Covo. Das ist ein kleiner, beschaulicher Ort am Atlantik, nach Pizza und Eis als Nachtisch guckten wir uns noch den kleinen Strand an, auf den Klippen gab es eine Aussichtsplattform mit reichlich Bänken.
Nach nochmals 5 km waren wir wieder am Heim, wo wir ein Vogelnest in einem unserer Reserveräder an der Heckwand entdeckten. Wo und wer das gebaut hatte, wir wissen es nicht. War aber ein gut gewählter Ort für ein Nest, reichlich Platz und immer trocken.
31.03.2025
Die Sache mit dem Strandtag hatten wir noch nicht so ganz aufgegeben. Also auf ein Neues: Aber, auch hier wieder, eigentlich durften wir wieder nicht auf dem Parkplatz stehen. Haben wir diesmal trotzdem gemacht. Wir wollten dann erstmal ohne Strandausrüstung gucken, ob das was für uns ist. Zuerst mussten wir durch ein Gewässer, das von laut quakenden Fröschen bewohnt wird. Macht uns nix, also Schuhe und Socken aus und hindurch (das Wasser ging nur bis zur Mitte der Wade). Dann mussten wir über eine großflächige Dünenlandschaft, der Wind wehte heute ordentlich, also gab es auch reichlich Sand in der Luft. Nach 10 Minuten Fußmarsch waren wir immer noch nicht in Wassernähe, da drehten wir um, kein Bock auf solche weiten Wege.
Da alle anderen Strände auf der Landkarte sehr klein erschienen, sind wir weiter nach Norden gefahren. Unterwegs fuhren wir durch Pinien- und Eukalyptusalleen. Die hügelige Landschaft war sehr grün, aber nicht spektakulär. Für die Nacht sind wir auf einem Camping beim Ort Zambujeira do Mar und stehen unter einem Eukalyptusbaum, der sehr gut duftet.
30.03.2025
Heute war ein Strandtag angedacht. Aber, wie das so ist mit den Plänen. Der ausgesuchte Strand war, als wir ankamen, sehr klein und es war gerade Flut, also nur nasser Sand. Auch hatten wir nicht bedacht, dass man bei einer Küste mit hohen Klippen häufig oben parkt und runter laufen muss. Das war jedenfalls nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Der zweite Strand hatte zwar einen Parkplatz nahe dem Wasser. Aber hier durften Wohnmobile nicht einmal tagsüber parken.
Also ging es dann direkt zum „Cap von Sao Vicente“, das ist der südwestlichste Zipfel von Europa. Das ist auch der Ort, wo es die "Letzte Bratwurst vor Amerika" gibt. Ein deutsches Ehepaar hat hier vor vielen Jahren einen Imbiss eröffnet, der inzwischen Kult ist. Es gibt nur Thüringer, fränkische Bratwurst oder eine Bockwurst im Brötchen. Der Imbiss ist gut besucht und meist muss man anstehen, wenn man eine Bratwurst möchte. Dazu gibt es dann noch ein Zertifikat über den Besuch.
Der Leuchtturm hier ist in der Vorsaison geschlossen, da blieb also nur angucken von draußen. Wir sind dann noch ein bisschen auf dem Klippenrand gelaufen, es ist immer eine Steilwand, ans Wasser kommt man nicht. Aber der Bewuchs zwischen den vielen Steinen war schon beeindruckend, weil es so viele verschiedene Pflanzen sind.
29.03.2025
Auf dem Weg zur Stadt Lagos haben wir einen Abstecher zu einem kleinen Ort gemacht, in dem es unglaublich viele Storchennester gibt. Auf einer eingezäunten Wiese neben der Straße stehen in kurzem Abstand niedrige Bäume einer ehemaligen Plantage und darauf sind die Storchennester gebaut. Aber auch die Strommasten sind ein guter Platz für ein Nest. In jedem Nest liegt ein brütender Storch, der andere steht und putzt sein Gefieder. Selbst in der Luft kreisen noch reichlich Störche.
Danach fuhren wir dann zur Stadt Lagos, die auch am Atlantik liegt. In der Nähe der Altstadt gibt es einen Campingplatz, da haben wir einen Platz für die Nacht gefunden.
Zunächst sind wir aber Richtung Leuchtturm gegangen, der ganze Landzipfel heißt "Ponta de Piedade" (Spitze der Barmherzigkeit). Breite Holzbohlenwege führen durch die schöne Landschaft, an verschiedenen Aussichtspunkten sieht man auf das blaue Meer mit den einzelnen Felsen. Einige haben einen Durchbruch, der gern von den vielen Booten und Kanuten zur Durchfahrt genutzt wird. Eine sehr malerische Küstenlinie. Der Leuchtturm ist eher ein kleines Gebäude, den kann man aber nicht besichtigen. Auf dem Rückweg ging Martina 183 Stufen hinab zur Wasserlinie, dort gibt es einen Bootsanleger, aber in diesem Augenblick legte keines an. Also wieder hinauf geschnauft.
Eine kurze Pause am Heim, denn für ein Abendessen war uns 15.30 Uhr doch zu früh.
Später gingen wir noch in die Altstadt, eigentlich eher eine Fußgängerzone mit vielen Restaurants und Shops, die, obwohl Samstag, noch geöffnet hatten. Größere Touristenstadt halt. Unser Essen bei einem Italiener war so naja, aber hinterher gab es noch eine leckeres Eis bei einer italienischen Eisdiele.
Am Ende des Tages kamen gut 11 Kilometer Fußmarsch zusammen.
28.03.2025
Portugal ist echt ein Land der kurzen Wege, denn wir erreichten den Wohnmobilstellplatz am "Praia da Falésia" nach 40 km.
Der Strand von Falésia ist ein schöner Strand der Algarve, denn er hat goldgelben Sand und das Wasser leuchtet türkisblau. Aber das Beste sind die roten Felsklippen die sich auf einer Länge von 8 km erstrecken. Diese einzigartige, aber empfindliche Felslandschaft setzt sich aus roten Lehm- und Sandsteinschichten zusammen, die von strahlend weißen Sandadern durchzogen werden. Die zerklüfteten Klippen gehören zu einem Naturschutzgebiet und man kann auf den Pfaden oben auf den Klippen wandern, die Ausblicke sind einfach toll, gerade auch bei dem strahlend blauen Himmel und der nur leichten Brise. Es blühen auch gerade viele Blumen wie Ginster oder Mittagsblumen. Dazu der Duft der Pinien.
Wir haben unseren Rundweg (es ging immer bergauf - bergab) bei den höheren Klippen begonnen, so nach und nach wurden sie niedriger. Ein besonderer Punkt war der "Shark Fin Point", der Haifischflossenpunkt. Dort steht ein natürlich gewachsener Busch, der durch den stetigen Wind vom Meer wie eine Haifischflosse geformt wurde.
Nach knapp 4 km konnten wir bequem den Sandstrand erreichten. Die kontinuierliche Erosion der Klippen sorgt für eine natürliche Sandzufuhr zum Strand. Das Gehen im Sand war dann anstrengender als gedacht, also machten wir eine Pause und schauten dem Angelwettbewerb mit 40 europäischen Teilnehmern zu. Allerdings war wohl gerade kein Fischschwarm in der Nähe, es wurden kaum Fische geangelt.
Die roten ausgewaschenen Klippen sahen von unten auch grandios aus, da weiß man dann auch, warum man doch immer beim Gehen oberhalb etwas Abstand zum Rand halten sollte.
Ausgepowert erreichten wir unser Heim und genossen leckeres belegtes Baguette und Espresso.
27.03.2025
Nur 300 Meter von unserem Campingplatz entfernt liegt die Haltestelle, um mit einem Wassertaxi durch die Lagune nach Faro zu fahren. Es gibt einen Fahrplan mit den Abfahrtszeiten, für 4 € pro Person kommt man hin und zurück, die Fahrt dauert etwa 25 Minuten.
Man steigt direkt an der Altstadt aus, das ist perfekt. Durch ein kleines gemauertes Tor läuft man direkt auf die Kathedrale von Faro zu (Sé Catedral de Faro). Der Turm ist unverputzt und ein schmaler Treppenaufgang führt hinauf. Oben steht man neben dem dreigeteilten Glockengiebel, ein Wetterhahn zeigt die Windrichtung an. Die Häuser der Altstadt haben, im Gegensatz zu den Häusern in Cádiz/Spanien, Ziegeldächer und keine Dachterrassen.
Die von außen sehr schlicht gehaltene Kathedrale hat ein etwa 35 Meter langes dreischiffiges Langhaus (teilweise Baustelle/Gerüste) und verfügt über mehrere Seitenkapellen. Diese sind, weil römisch-katholischer Bistumssitz, sehr üppig mit Gold, Engeln und der Jungfrau Maria gestaltet. Uns war das ein bisschen zu viel an Schmuck. An vielen Wänden der Kapellen befinden sich die "Azuléjo-Kacheldekore" aus dem 17. Jahrhundert. Eine für uns ungewöhnliche Kombination.
Die Orgel der Kathedrale wurde vom norddeutschen Orgelbauer "Arp Schnitger" in den Jahren 1715/16 gebaut. Er war einer der berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit.
Danach ließen wir uns durch die Altstadt treiben, die Häuser in den verwinkelten Gassen stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Langsam stellte sich Hunger ein, bei einem Restaurant mit vielen nett gedeckten Tischen kehrten wir ein. Bei einem Paar hatten wir ein interessantes Gericht gesehen, fragten sie, was es ist und wir bestellten uns auch "Cataplana da Vila".
Die Cataplana ist ein portugiesischer Kupfer- oder Eisentopf mit dicht schließendem Deckel und zwei Griffen. Das Wort Cataplana wird aber auch für das Essen, das in diesem Gefäß zubereitet wurde, genutzt.
Unsere Cataplana enthielt neben Languste, verschiedenen Muscheln und Fisch auch Kartoffeln und Paprikastücke und es war in einem pikant gewürztem Sud gegart. Würden wir sofort wieder bestellen.
Durch das alte Stadttor gingen wir am Nachmittag zum Anleger für das Wassertaxi und fuhren zurück, es war ein toller Ausflug nach Faro.
26.03.2025
Portugal hat eine 1.224 km lange Landesgrenze im Osten und Norden zu Spanien, im Westen und Süden liegt der Atlantische Ozean, Küstenlänge etwa 1.700 km.
Zu Portugal gehören auch die Inselgruppen Madeira und die Azoren im Atlantik. Der westlichste Punkt von Kontinentaleuropa befindet sich in Portugal, da wollen wir natürlich auch noch hin. Viele sehr schöne Strände soll es geben, aber auch Berge und Eukalyptus- und Pinienwälder. Bekannt ist Portugal auch für seinen Portwein und die Korkbäume. Auch sind wir sehr gespannt, was uns die portugiesische Küche an kulinarischen Köstlichkeiten bietet.
Wir starten in Portugal an der südlichen Küste, die Region heißt Algarve. Auf den Plantagen neben der Straße sind Orangen- und auch Avocadobäume. Daneben sind viele Pflanzungen mit riesigen Planen abgedeckt, beim Vorbeifahren sieht es aus wie Brombeeren. Zunächst fahren wir am Ort Faro vorbei um zum Strand von Faro (Praia de Faro) zu gelangen, dort bleiben wir auf dem Campingplatz für 2 Nächte.
Den heutigen Tag haben wir lesend am Strand verbracht, der aus einem feinen gelben Sand besteht. Der doch noch kühle Wind wehte ausnahmsweise mal schwach, ein blauer Himmel ohne Wolken. Nur ins Wasser wollten wir nicht, war uns doch zu kalt dafür. Dieser Tag war Entspannung pur.
Vor Portugal waren wir in Spanien